Joghurtkuchen mit versunkenen Erdbeeren

      Ein schönes langes Wochenende steht uns bevor und im Anschluss eine kurze Woche. Klingt perfekt. Zum Start ins Wochenende darf ein leckeres Stückchen Kuchen nicht fehlen und nach den Torten der letzten Wochen darf es gerne mal wieder etwas Leichtes sein. Wenn ich an einen leichten Kuchen denke, fällt mir zuerst Quark oder Joghurt ein, meist in Kombination mit Beerenfrüchten. Woher das kommt? Ich erinnere mich, dass ich während meiner Kindheit nach der Schule an warmen Sommertagen oft auf der Terrasse unter dem Sonnenschirm saß und Quark mit Erdbeeren gefuttert habe. Was leichtes eben. Und heute habe ich auf der Terrasse ein leckeres Stück Joghurtkuchen mit versunkenen Erdbeeren gefuttert. Zutaten (23 x 23 cm) 2 Eier 175 g Zucker 1,5 EL selbstgemachter Vanillezucker 250 g Mehl 2 TL Backpulver ¼ TL Natron 50 g weiche Butter 220 g Joghurt außerdem: ca. 250 g Erdbeeren ein paar Erdbeeren für die Deko 1-2 EL Erdbeermarmelade ohne Stücke Zubereitung Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine rechteckige Form fetten. Die Eier, den Zucker und den Vanillezucker so lange aufschlagen, bis eine dicklich helle Masse entstanden ist. Mehl mit gesiebtem Backpulver und Natron mischen. Der Ei-Zucker-Masse erst Butter und Joghurt hinzugeben, dann das Mehl. Es ist wichtig, dass jetzt nicht mehr lange gerührt wird, sondern nur so lange, bis alles vermischt ist. Den Teig in die gefettete Form streichen. Erdbeeren putzen, mittig senkrecht teilen und in eine Schüssel geben. 1 EL Erdbeermarmelade erwärmen, zu den Erdbeeren geben und mit einem Löffel durchrühren, bis alle Erdbeeren mit Marmelade benetzt sind. Die Erdbeeren auf dem Kuchen verteilen. Backzeit Die Backzeit beträgt ca. 35-38 Minuten. Unbedingt in der Mitte eine Stäbchenprobe machen. Durch die Erdbeeren, die während des Backens versinken, entstehen kleine Vertiefungen in dem Kuchen. Hier habe ich nach ca. 20 Minuten Backzeit Erdbeerhälften hineingelegt. Nach dem Backen auf die Erdbeerhälften etwas flüssige Erdbeermarmelade geben und den Kuchen, sobald er vollständig ausgekühlt ist, mit Puderzucker bestreuen und genießen. So, und jetzt wünsche ich Euch ein paar bezaubernde Pfingsttage und eine schöne kurze Woche. Liebste Grüße! Maxi

Käse-Sahne-Torte zum Muttertag

Meine Lieben, ich wünsche Euch einen tollen und entspannten Muttertag! Diesen Tag sollten wir nutzen, um den besten Müttern der Welt einmal von Herzen DANKE zu sagen oder uns richtig verwöhnen zu lassen. Ich verwöhne und bedanke mich heute mit einer zauberhaften Käse-Sahne-Torte. Als Kuchen habe ich einen Eierlikörkuchen verwendet. Zutaten Eierlikörkuchen (25 cm Durchmesser, 7 cm hoch) 6 Eier, Größe m 1 EL selbstgemachter Vanillezucker 250 g Zucker 250 ml Eierlikör 140 ml Öl 250 g Mehl 75 g Stärke ¼ TL Salz 1 P. Backpulver Zubereitung Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Backform mit einem passend geschnittenen Stück Backpapier auslegen und die Backform bei Bedarf isolieren. Durch das Isolieren backt der Kuchen gleichmäßig und es bildet sich kein Hubbel an der Oberseite (hier noch mal ausführlich erklärt).  Nun die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker so lange aufschlagen, bis eine helle Masse entstanden ist und sich das Volume deutlich vergrößert hat. In einer weiteren Schüssel Mehl, Stärke, Salz und gesiebtes Backpulver vermischen. Erst den Eierlikör und das Öl zu dem Ei-Zucker-Gemisch hinzugeben, dann die Mehlmischung. Diese mit einem Kochlöffel nur kurz unterheben, bis alles verrührt ist und in die Backform füllen. Backzeit Die Backzeit beträgt zwischen 50 und 60 Minuten. Durch das Backen mit der Isoliermethode verlängert sich die Backzeit auf 70 – 80 Minuten. Stäbchenprobe machen. Nun den Kuchen für die Füllung fondanttauglich machen: Einen Tortenring auf den Kuchen setzen und rundherum senkrecht mit einem langen Messer, eng am Tortenring entlang, einen Rand abschneiden. Ich wähle einen Durchmesser, der 5 cm kleiner als der ursprüngliche Kuchen ist. Den Rand beiseite legen und den Kuchen 3 mal teilen (Deckel und Boden sollen je 1,5 cm dick sein, die Höhe des mittleren Teils ist dann abhängig von der Gesamthöhe des Kuchens). Zutaten für die Käse-Sahne-Füllung (für eine 25er Torte, die für die Füllung fondanttauglich gemacht wurde) 1 Dose Mandarinen 250 g Quark 50 ml Mandarinensaft 1 P. Gelatinefix 30 – 40 g Zucker 250 g Sahne 1 P. Sahnesteif Für eine normale Torte, die nicht eingedeckt wird, die 1,5 fache oder doppelte Menge verwenden. Zubereitung Mandarinen in ein Sieb schütten, gut abtropfen lassen und den Saft auffangen. Quark und Mandarinensaft mit dem Gelatinefix ca. 1 Minute verrühren, dann den Zucker hinzugeben und nochmals gut rühren Sahne mit Sahnesteif schlagen und unter die Quarkmasse heben. Zum Schluss die Mandarinen unterrühren. Um den unteren Boden einen Tortenring stellen, den Rand auf den Boden setzen (in der Länge etwas kürzen) und mit der Käse-Sahne-Füllung befüllen. Den oberen Boden als Deckel draufsetzen, beschweren und, am besten über Nacht, kühl stellen. Der mittlere dicke Boden bleibt übrig und kann anderweitig verwendet oder eingefroren werden. Nun kann die Torte mit Buttercreme oder Ganache eingestrichen und mit Fondant eingedeckt werden. Zur essbaren Spitze habe ich hier ein Tutorial für Euch. Habt einen wundervollen Sonntag meine Süßen! Liebe Grüße! Maxi

Hubbelfreies Backen mit der Isoliermethode

Für die Herstellung von Motivtorten ist es ärgerlich, wenn der Kuchen ungleichmäßig hoch aufgegangen ist und nach dem Backen einen großen Hubbel an der Oberseite hat oder gar aufgerissen ist. So ein Kuchen lässt sich zwar zurecht schneiden, jedoch verliert er hierdurch deutlich an Höhe. Ihr habt also einen flachen Kuchen und jede Menge abgeschnittene Reste übrig. Das muss natürlich nicht sein. Das Problem: Durch die Nähe zur Backform backen die Seiten schneller als die Mitte des Kuchens. Der noch rohe Teig in der Mitte steigt länger nach oben und ein Hubbel entsteht. Die Lösung: Das Problem wird durch die Isolierung der Backform behoben. Hierfür bietet die Firma Wilton zum Beispiel „Bake-Even Strips“ an oder man macht sich die Isolierung ganz einfach selbst: Benötigte Materialien Alufolie Küchenrolle Metallklammer, Sicherheitsnadel, etc.     Alufolie ein bisschen länger, als der Umfang der Backform ist, abschneiden. Der Länge nach mittig nach oben falten und wieder aufklappen. Papier von einer Küchenrolle in gleicher Länge abreißen. Eine weitere Lage Küchenpapier darüber legen, der Länge nach zusammenfalten und unter kaltem Wasser nass machen. Es ist wichtig, dass das Küchenpapier richtig feucht ist, sonst funktioniert die Isoliermethode nicht. Das Küchenpapier auf die obere Hälfe der Alufolie legen und die untere Hälfte hochklappen. Nun die Länge und die Höhe passend schneiden (die offene Seite kürzen). Um die Backform mit der Öffnung nach oben legen und mit einer Metallklammer oder einer Sicherheitsnadel fixieren. Die Enden dürfen nicht überlappen und die Isolierung muss überall eng an der Form anliegen. Durch das Backen mit der Isoliermethode verlängert sich die Backzeit um 20-30 Minuten, daher unbedingt eine Stäbchenprobe machen. Die Isoliermethode habe ich bisher nur bei Rührkuchen benötigt. Mit Biskuit habe ich gute Erfahrungen gemacht, dass dieser auch ohne Isolierung schön gleichmäßig wird. Ab jetzt gibt es nie wieder Kuchen mit Hubbel. Ich sende Euch einen lieben Gruß! Maxi

Maitörtchen mit Waldmeister

Seid Ihr gut in den Mai gekommen? An den traditionellen Tanz in den Mai schließt sich meist der Maigang an. Dieser wird in diesem Jahr etwas kälter ausfallen als in den Jahren davor, aber hier bei uns zumindest unter strahlend blauem Himmel. Eine leckere Maibowle mit Waldmeister darf da natürlich nicht fehlen, obwohl vielen von Euch bestimmt lieber nach einem heißen Kakao zumute ist. Für die Daheimgebliebenen habe ich ein himmlisch leckeres Maitörtchen aus einem Biskuit, gefüllt mit erfrischender Waldmeisterfüllung. Wer grünen Wackelpudding mag, wird dieses Törtchen lieben. Zutaten für einen Biskuit (18 cm Durchmesser, 5 cm Höhe) 2 Eier, max. Größe m ½ TL Vanillezucker 60 g Zucker 68 g Mehl 10 g Stärke 3/4 TL Backpulver Zubereitung Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Backform nicht einfetten, damit die Masse beim Backen nicht an der Form „herunterrutscht“. Den Boden mit Backpapier auslegen. Die Eier zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker lange aufschlagen bis sich das Volumen verdreifacht hat und die Masse cremefarben und glänzend wird. Mit der Küchenmaschine dauert das ca. 15 Minuten, mit dem Handmixer etwa 25 Minuten. Das Mehl und die Stärke vermischen, dann das Backpulver hinein sieben und die Mischung vorsichtig unter die Ei-Zucker-Creme heben. Die Masse in die Backform füllen und auf mittlerer Schiene des Backofens backen. Backzeit Die Backzeit beträgt ca. 18 – 20 Minuten. Der Biskuit ist goldig braun, wenn er fertig ist. Stäbchenprobe nicht vergessen und den Biskuit nicht zu lange backen, da er sonst trocken wird. Nach dem Backen ein wenig in der Form abkühlen lassen und die Ränder vorsichtig mit einem scharfen Messer lösen, dann stürzen bzw. den Backring entfernen. Den Biskuit vollständig auskühlen lassen, im besten Fall bereits am Vortag backen. Eine Tortenpappe passend schneiden, den Biskuit 3 x teilen und den 1. Boden auf die Pappe setzen. So lässt die fertige Torte sich besser anheben oder umsetzen. Zutaten für die Waldmeisterfüllung 250 g Quark 150 g Joghurt 1 TL Zitronensaft 2 EL Waldmeistersirup 140 g Zucker 2 P. Götterspeisepulver Waldmeister 80 ml Wasser 200 ml Sahne 1 P. Sahnesteif außerdem: 3 gestr. EL Erdbeermarmelade ohne Stücke Zubereitung Quark, Joghurt, Zitronensaft, Waldmeistersirup und Zucker mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse rühren. Götterspeisepulver in 80 ml Wasser einrühren, unter Rühren etwas erwärmen bis sich das Pulver aufgelöst hat. In die Götterspeise 4 EL von der Quarkmasse geben, kräftig verrühren und zu der restlichen Quarkmasse geben, dann kühlstellen. In der Zwischenzeit die Sahne mit dem Sahnesteif schlagen. Sobald die Masse zu gelieren beginnt, die Sahne unterheben. Den 1. Boden mit einem gestrichenen Esslöffel Marmelade bestreichen. 1/3 der Masse auf den Boden geben. Mit den weiteren Böden ebenfalls so verfahren. Die letzte Schicht besteht aus der Waldmeistermasse.  Die Torte mdst. 2 Stunden kühl stellen. Zutaten für den Waldmeisterspiegel 3 EL Waldmeistersirup 1 EL Zitronensaft 2 Blätter Gelatine außerdem: 200 g Sahne 1 P. Sahnesteif 25 g Puderzucker ca. 1 Hand gehobelte Mandeln Zubereitung Waldmeistersirup und Zitronensaft vermischen. Die Gelatine ca. 5-7 Minute in reichlich Wasser einweichen. Einen Tortenring so um die Torte setzen, dass dieser die Torte fest umschließt und die Flüssigkeit nicht herunterlaufen kann. Den Sirup und den Zitronensaft erwärmen, die beiden weichen Gelatineblätter hinzugeben und unter Rühren auflösen. Ein paar Minuten abkühlen lassen, die Mischung muss flüssig bleiben, dann auf die Torte gießen und mindestens eine weitere Stunde kalt stellen. Die Sahne mit dem Sahnesteif schlagen. Unter die feste Sahne den Puderzucker rühren und die Torte damit einstreichen und mit den Mandelblättchen bestreuen. Das Rezept für das Baiser, das ich für die Deko genutzt habe, findet Ihr hier. Da Baiser empfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist, erst vor dem Servieren auf die Torte geben. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen und ein schönes Wochenende. Liebe Grüße! Maxi

essbare Spitze

Essbare Spitze – kleiner Aufwand, große Wirkung! Die Spitze aus Zucker ist vielseitig einsetzbar und schnell hergestellt. Neben Torten lassen sich auch Kekse und Cupcakes damit wunderbar verzieren. Das Prinzip ist einfach und bei den verschiedenen Anbietern gleich: ein Pulver wird mit warmen Wasser nach Packungsanweisung angerührt, auf eine Lace-Silikonmatte gestrichen und ein paar Minuten im Backofen getrocknet. Mittlerweile bieten diverse Tortenshops essbare Spitze und das benötigte Zubehör von verschiedenen Firmen an. Ich verwende meist Magic Decor von Pavoni, da dies das erste war, das ich ausprobiert habe. Zum Testen habe ich mir allerdings auch Sugar Dress von Martellato bestellt. Womit man letztendlich arbeitet, ist Geschmackssache. Lace-Silikonmatten gibt es vom sehr günstigen „No Name“-Produkt bis zur teuren Markenmatte. Ich verwende sowohl die Eine als auch die Andere, habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass man den qualitativen Unterschied oft merkt. Die günstigen Matten sind dicker, die Struktur tiefer oder nur sehr flach geschnitten. Bei einer meiner Matten muss die Spitze deutlich eher aus dem Backofen als bei meinen teureren Matten. Funktionieren aber trotzdem. Zutaten (Magic Decor, Pavoni) 100 g Pulver 80 ml warmes Wasser Da ich die Spitze bedarfsabhängig herstelle, rechne ich die Menge auf ca. 1/4 oder auch weniger herunter. Zubereitung   Den Backofen auf 120°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Im Sommer kann die Spitze alternativ draußen in der Sonne trocknen. Das Pulver abwiegen, Wasser abmessen und verrühren. Bei der Herstellung größerer Mengen einen Mixer verwenden. Ich rühre nur kleine Mengen in einem Schälchen an und verrühre das Pulver und die Flüssigkeiten mit einem kleinen Löffel.  Sollte die Masse nicht sofort verwendet werden, das Schälchen mit Frischhaltefolie abdecken und vor Verwendung ein paar Tropfen Wasser hinzugeben, falls die Masse zwischenzeitlich zu fest geworden ist. Zum Einfärben nun die Lebensmittelfarbe hinzugeben und kräftig rühren. Die Masse auf der Matte verteilen. Hierbei ist es wichtig, sehr sauber zu arbeiten und alle Vertiefungen auszufüllen. Die Stellen, an welchen sich kein Material befindet, sind später kleine Löcher in der Spitze. Mit einem Kunststoffmesser oder einer Teigkarte das überschüssige Material mehrmals abziehen. Bei diesem Schritt ist es ebenfalls sehr wichtig, sauber zu arbeiten, damit sich nach dem Trocknen keine dünne Schicht zwischen dem Muster bildet. Falls sich beim Abziehen etwas Masse aus der Form löst, vorsichtig mit einem Zahnstocher etwas Material nachfüllen und bei Bedarf noch mal abziehen. Die Silikonmatte nun auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen gemäß der Herstellerangabe trocknen. Bei Magic Decor beträgt die Zeit zum Trocknen ca. 7-8 Minuten. Die Konsistenz der Spitze ist weich und beweglich. Etwas fester, aber immer noch beweglich, wird die Spitze bei einer Trocknungszeit von ca. 6 Minuten bei 120°C Umluft. Die Spitze erst erkalten lassen und dann aus der Form nehmen. Lagerung und Haltbarkeit  Nach dem Abkühlen die Spitze zwischen Frischhaltefolie legen, damit sie flexibel bleibt. So kann sie noch wochenlang verwendet werden. Neben dem weißen Pulver gibt es bereits eingefärbtes Pulver und fertig angerührte Masse. Die Verwendung von weißem Pulver zum selber mischen hat jedoch den Vorteil, dass Ihr hiermit deutlich flexibler seid, was die Konsistenz und die Farben betrifft. Zum Einfärben ein wenig Pastenfarbe der angerührten Masse hinzugeben und nochmals gut durchrühren. Möchtet Ihr die Spitze erst später einfärben, weil Ihr diese zum Beispiel auf Vorrat herstellen möchtet, könnt Ihr Pasten- oder Pulverfarbe mit etwas klarem Alkohol (z.B. Wodka) anrühren und vor Verwendung auf die fertige Spitze streichen. Befestigt wird die Spitze mit Zuckerkleber. Süße Grüße, Maxi

Erdbeer-Rhabarberkuchen mit Rahmguss

Wenn man Frühling schmecken könnte, würde er nach Rhabarber schmecken! Für mich ist ein leckerer saftiger Rhabarberkuchen, ob mit Streuseln, Baiser, Vanillepudding oder Rahmguss, ob im Rührteig oder auf Mürbeteig, DER Kuchen für den Frühling. Der säuerliche Geschmack harmoniert perfekt mit der Süße des Teiges. Kombinieren lässt sich Rhabarber ideal mit Erdbeeren. Ein unschlagbares Team! So, genug geschwärmt, jetzt wird gebacken. Heute habe ich für Euch einen Erdbeer-Rhabarberkuchen mit Rahmguss. Der Kuchen schmeckt absolut göttlich! Zutaten für den Mürbeteig (24 cm Durchmesser) 190 g Mehl 60 g Zucker 85 g Butter, kalt 1 Ei, s oder m 1 Prise Salz ½ TL abgeriebene Zitronenschale 1 TL Rum außerdem: 1,5 EL Semmelbrösel 1 EL gemahlene Mandeln 250 g Rhabarber 130 g Erdbeeren Zubereitung Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Pieform fetten. Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, die in Stückchen geschnittene kalte Butter, das Ei, Salz, die abgeriebene Zitronenschale und den Rum vermischen und mit einem Rührgerät mit Knethaken so lange kneten, bis ein krümeliger Teig entstanden ist. Diesen nun am besten mit den Händen noch mal kräftig durchkneten, aus dem Teig eine Kugel formen, mit Frischhaltefolie einwickeln und ca. 2 Std. kühl stellen. Die Teigkugel flach drücken, in eine Pieform legen und den Rand ausarbeiten. Semmelbrösel und Mandeln mischen und auf den Teig geben. Den Rhabarber und die Erdbeeren waschen und abtrocknen. Die Erdbeeren in dünne Scheiben schneiden, den Rhabarber in ca. 1-2 cm große Stücke und ebenfalls auf dem Teig verteilen. Backzeit Den Teig mit dem Rhabarber und den Erdbeeren 20 Minuten vorbacken, dann aus dem Ofen nehmen. Zutaten für den Rahmguss 125 g saure Sahne 65 g Zucker 2 Eier, s oder m, getrennt 1 gestr. TL Puddingpulver Vanille Zubereitung Die Eier trennen. Zu den Eigelb den Zucker, die saure Sahne und das Puddingpulver hinzugeben, verrühren. Das Eiweiß steif schlagen und unterheben. Die Masse esslöffelweise auf dem Obst verteilen. Zum Rand der Form ca. 1 cm Abstand lassen. Backzeit Den Kuchen nun weitere 20 – 25 Minuten backen. Sollte der Guss zu schnell braun werden, ggf. Temperatur etwas reduzieren.  Nach dem Backen sollte der Kuchen mehrere Stunden auskühlen, damit die Füllung fester wird. So meine Lieben, jetzt mache ich es mir mit einer frischen Erdbeermilch und einem leckeren Stück Kuchen auf der Couch gemütlich und träume von Frühling. Habt einen entspannten Sonntag. Liebe Grüße! Maxi

Pfirsich-Macarons

  Ist es nicht schön, der Natur zuzusehen, wie nach einem gefühlt unendlich langen Herbst und Winter endlich wieder alles beginnt, grün zu werden und zu blühen? Am meisten freue ich mich über meine Beerensträucher, die ich im letzten Jahr gepflanzt habe. Vielleicht reicht die Ernte in diesem Jahr für einen leckeren Johannisbeerkuchen aus? Heute habe ich eine andere Leckerei für Euch! Nach langer Zeit musste ich unbedingt mal wieder Macarons ausprobieren. Und was liegt da bei meinem seit 2 Wochen anhaltenden Heißhunger auf Pfirsich näher als leckere Pfirsich-Macarons? Das Rezept für die Macarons findet Ihr, mit ausführlicher Step-by-Step-Anleitung, hier. Nach dem Backen der Schalen könnt Ihr die Ganache vorbereiten: Zutaten (reicht für ca. 13 Paare) 85 g weiße Schokolade 35 g Sahne 45 g Pfirsichpüree 1 TL Zitronensaft Zubereitung Sahne erwärmen (nicht kochen). Die Schokolade klein hacken und zur warmen Sahne geben. So lange erwärmen, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Beiseite stellen. 45 g gut abgetropfte Dosenpfirsiche mit 1 TL Zitronensaft pürieren, durch ein Sieb streichen und zu der Ganache hinzugeben, gut durchrühren. Die Ganache nun vollständig auskühlen lassen. 2 – 3 Std. in den Kühlschrank stellen, besser noch über Nacht. Vor Verwendung die Ganache kurz mit dem Mixer aufschlagen. Nicht zu lange schlagen, damit sich die Flüssigkeit nicht vom Fett trennt. Die Ganache kann nun in einen Spritzbeutel gefüllt und die Macarons befüllt werden. In die Mitte der Ganache kann nach dem Aufspritzen noch ein kleines Stück Pfirsich gegeben werden. Süße Grüße meine Lieben! Maxi

essbarer Zuckerkleber (Edible Glue)

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wie zum Beispiel Blümchen oder andere Dekorationen auf und an der Torte halten? Oder wie die Körperteile beim Modellieren von Figuren befestigt werden?  Sie werden fest- /angeklebt. Hierfür kann etwas Wasser, klarer Alkohol, Royal Icing oder auch Zuckerkleber verwendet werden. Alle als Klebstoff verwendeten Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Ich verwende fast ausschließlich essbaren Zuckerkleber. Er trocknet schnell, ist geschmacksneutral und rückstandslos. Außerdem lässt er sich schnell und einfach selber herstellen. Zuckerkleber besteht aus CMC (=Carboxymethylcellulose) und wird entweder gebrauchsfertig angeboten oder als CMC in Pulverform zum Anrühren. CMC ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff unter der Nummer E 466 zugelassen und entweder im Tortenbedarf oder als kostengünstigere Alternative in der Apotheke oder der Drogerie erhältlich. Dort ist es als „Kukident extra stark“ bekannt. 50 g kosten ca. 3 €. Bitte als Alternative nur dieses Kukident verwenden, da andere Sorten oder Produkte anderer Anbieter Zusatzstoffe wie Geschmacksstoffe enthalten.  Zutaten 50 ml abgekochtes Wasser ¼ TL Kukident / CMC Zubereitung Das Wasser abkochen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit ein kleines Schraubglas mit heißem Wasser ausspülen. Das Wasser und das Kukident / CMC hinzugeben und kräftig schütteln. Anfangs ist der Kleber noch etwas klumpig und sollte daher 1 – 1,5 Std. stehen bleiben. Nach 20 Minuten haben sich die Klümpchen bereits fast aufgelöst. Lagerung und Haltbarkeit Der Zuckerkleber wird im Kühlschrank aufbewahrt. Wenn er trüb wird, muss er entsorgt werden. Die Haltbarkeit beträgt erfahrungsgemäß einige Wochen. Den Zuckerkleber auf die Dekoteile nur hauchdünn auftragen. Dies reicht zum Kleben völlig aus. Je mehr Kleber verwendet wird, desto länger benötigt er zum Trocknen. Edit. 31.10.2017: Nach Rücksprache mit einer Apothekenmitarbeiterin ist das oben beschriebene Kukident nicht länger erhältlich.  Süße Grüße! Maxi

Heidelbeerkuchen mit Knusperstreuseln

Letzte Woche habe ich ein langes (backfreies) Wochenende an der Mosel verbracht. Dort stand alles im Zeichen des roten Moselweinbergspfirsichs. Die Pfirsichbäume stehen zurzeit in rosa Blüten und auf einem kleinen beschaulichen Markt gab es viele Leckereien rund um den Pfirsich. So konnte ich mich mit Pfirsichfruchtaufstrich eindecken, mit Pfirsichlikör und -wein. Außerdem durfte ich ein leckeres Stück Biskuit mit Pfirsichen und Baiser genießen. Ganz enttäuscht war ich natürlich, als ich zuhause feststellen musste, dass frische Pfirsiche bei uns im Supermarkt momentan leider gar nicht angeboten werden, auch nicht aus dem Ausland. Daher müsst Ihr Euch noch ein wenig für leckere Pfirsichrezepte gedulden.  Bei einem fruchtigen Kuchen bin ich bei dem sonnigen Wetter natürlich geblieben. Sobald die Sonne regelmäßig durch die Wolken blinzelt, bevorzuge ich Obstkuchen in jeglicher Form. Meine Wahl ist auf einen Heidelbeerkuchen gefallen mit Knusperstreuseln und etwas Zimt. Schnell gemacht und auch am nächsten Tag sehr lecker. Es hat den nächsten Tag allerdings nur ein ganz kleines Stückchen erlebt, das ich rechtzeitig in Sicherheit gebracht habe.  Zutaten (18 cm Durchmesser) 65 g Zucker 45 g Butter, zimmerwarm 1 Ei, m oder l Mark von ½ Vanilleschote 75 g Mehl ½ TL Backpulver 1 Prise Salz 45 g saure Sahne 1 TL Rum außerdem: 250 g frische Heidelbeeren 30 g Zucker (ca. 2 EL) 1-2 TL Speisestärke Zubereitung Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Backform fetten. Ei, Zucker, Butter und Vanillemark schaumig rühren. In einer weiteren Schüssel das Mehl mit dem Salz mischen, Backpulver hinein sieben und zu der Masse hinzugeben. Saure Sahne und Rum ebenfalls hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren und in die Backform geben. Die Heidelbeeren mit der Stärke und dem Zucker vermischen und auf dem Teig verteilen. Zutaten für die Streusel 100 g Mehl 25 g braunen Zucker 25 g weißen Zucker 55 g Butter, zimmerwarm 1 Prise Salz ½ TL Zimt Zubereitung Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verkneten. Hierzu entweder die Knethaken verwenden oder mit der Hand kneten. Es entsteht ein etwas trockener Teigklumpen, der zu Streuseln zerbröselt wird. Ich knete meinen Streuselteig am liebsten mit der Hand, damit ich merke, wann der Teig ausreichend verknetet ist. Die Streusel auf die Heidelbeeren geben. Backzeit Die Backzeit beträgt ca. 60 Minuten. Mit Stäbchenprobe prüfen.  Nach dem Backen des Kuchens habe ich diesen mit fliederfarbenen geschmolzenen Candymelts verziert. Und jetzt habt einen guten Start in die neue Woche. Sonnige Grüße! Maxi

Ganache

   Was ist Ganache und wofür wird sie verwendet? Ganache ist eine Creme aus Sahne und Schokolade (bzw. Kuvertüre), die für die verschiedensten Verwendungszwecke genutzt wird. Unter anderem findet sie ihren Einsatz beim Füllen, aber insbesondere beim Einstreichen von Torten, bevor diese mit Fondant eingedeckt werden.  Rezepte & Zubereitung Die Ganache wird für ihre verschiedenen Zwecke auf die gleiche Weise zubereitet. Unterschiede ergeben sich im Mengenverhältnis der Zutaten. Eine klassische Ganache besteht aus 1 Teil Sahne und 2 Teilen Kuvertüre. Durch die Erhöhung des Kuvertüreanteils wird die Ganache fester. Eine Ganache zum Füllen wird außerdem vor der Verwendung aufgeschlagen. Ganache zum Einstreichen Eine Torte muss vor dem Eindecken mit Fondant mit einer fondanttauglichen Creme – Buttercreme oder Ganache – eingestrichen werden. Welche Schokoladensorte verwendet wird, ist reine Geschmackssache. Zartbitterganache ist weniger süß als weiße Ganache, welche aber vielleicht geschmacklich besser zu bestimmten Füllungen passt.  Zum Einstreichen eines Dripcakes kann weiße Ganache genutzt und eingefärbt werden.  Zutaten 200ml Sahne, 400g Zartbitter-Schokolade 200ml Sahne, 500g Vollmilch-Schokolade 200ml Sahne, 600g weiße Schokolade 200ml Sahne, 600g Schokolade, gefüllt (Yogurette, o.ä.) Zubereitung Die Schokolade mit einem großen Messer in kleine Stücke hacken. Sahne in einem kleinen Topf langsam erhitzen. Sobald die Sahne aufkocht, den Topf vom Herd ziehen und die Schokolade hinzugeben, sodass diese vollständig mit Sahne bedeckt ist. Den Topf ein paar Minuten stehen lassen, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Zutaten so lange vorsichtig verrühren, bis sie sich zu einer glänzenden, homogenen Creme verbunden haben. Zunächst ist die Ganache noch sehr weich und muss zur weiteren Verwendung abkühlen, bis sie eine nutellaartige Konsistenz hat.  Ganache zum Füllen Ganache zum Füllen wird mit einem geringeren Anteil Schokolade zubereitet, ist somit weicher als Ganache zum Einstreichen und durch das Aufschlagen luftiger. Als Füllung ist sie mir dennoch zu fest. Soweit ich Ganache zum Füllen verwende, dann nur eine dünne Schicht. Eine gute Alternative bietet eine Schokoladensahne oder eine Schokobuttercreme.  Zutaten 200ml Sahne, 200g Zartbitter-Schokolade 200ml Sahne, 300g Vollmilch-Schokolade 200ml Sahne, 400g weiße Schokolade 200ml Sahne, 400g Schokolade, gefüllt (Yogurette, o.ä.) Zubereitung Die Zubereitung erfolgt auf die gleiche Art, wie auch eine Ganache zum Einstreichen zubereitet wird. Die Zubereitung sollte jedoch am Vortag erfolgen, damit die Ganache vollständig ausgekühlt ist. Vor dem Füllen wird die Ganache mit einem Mixer aufgeschlagen und wird hierdurch luftig und hell. Nicht zu lange rühren, damit sich die Flüssigkeit in der Sahne nicht vom Fett trennt. Aromatisieren und Färben Grundsätzlich kann Ganache durch die Zugabe von Alkohol bzw. Likör, Espresso, Gewürzen, Nougat oder Nutella, Zitronen- bzw. Orangenaroma, etc. geschmacklich abgewandelt werden. Da die Kosistenz durch die Zugabe von Flüssigkeiten etwas weicher wird, den Schokoladenanteil bei Bedarf etwas erhöhen.  Weiße Ganache, wie ich sie zum Beispiel für meine Dripcakes verwende, kann problemlos mit Pastenfarben (Wilton, Pro Gel von Rainbow Dust, etc.) eingefärbt werden. Hierzu die Farbe entweder bereits in die Sahne geben oder in die fertige Ganache einrühren.  Lagerung und Haltbarkeit Ganache kann einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Da Ganache zum Einstreichen einer Torte eine cremige Konsistenz haben muss, rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur erwärmen lassen. Sollte die Ganache zu fest sein, kann sie wenige Sekunden bei niedriger Wattzahl (450 Watt) in der Mikrowelle erwärmt werden. Hierbei am besten in Schritten von 5 Sekunden vorgehen. Wird die Ganache zu heiß, setzt sich das Fett ab.  Ganache lässt sich zudem gut einfrieren. Hierzu am besten in kleine Kunststoffbehälter (z.B. kleine Butter- oder Frischkäsebehälter) füllen und das Gewicht auf der Packung vermerken. So können die Dosen nach Bedarf entnommen werden. Wieviel Ganache wird benötigt? Pauschal kann man das leider nicht sagen. Die benötigte Menge ist von vielen Faktoren abhängig: Ist der Kuchen schief oder hat Löcher, wird mehr Ganache benötigt, um am Ende gerade Seiten zu haben. Welche Füllung wurde verwendet? Bei feuchten Füllungen verwende ich grundsätzlich eine dickere Schicht, als zum Beispiel bei fondanttauglichen Füllungen, die in der Regel weniger Feuchtigkeit enthalten.  Für eine Torte mit ca. 8,5-10 cm Höhe, ohne Risse und Löcher, plane ich die Menge, je nach Füllung, wie folgt: 10 – 15 cm Durchmesser: ca. 250-600 g Ganache 16 – 20 cm Durchmesser: ca. 450-800 g Ganache 25 cm Durchmesser:         ca. 750-1000 g Ganache Grundsätzlich mache ich lieber etwas zu viel Ganache, als zu wenig, und friere die Reste ein oder verwende sie anderweitig.  Süße Grüße! Maxi