Muttertagstorte mit Erdbeer-Rhabarber-Füllung

Am letzten Sonntag war Muttertag und eine tolle Gelegenheit, die Lieblingsmutter mit einem kleinen Törtchen zu überraschen; noch einmal auf eine ganz besondere Art Danke zu sagen. Passend zur Saison war das kleine Törtchen mit Rhabarber und Erdbeeren, gemischt mit einer Creme aus Frischkäse und Sahne gefüllt. Eine frische Füllung, nicht zu süß und nicht zu mächtig. Befüllt habe ich einen Vanille-Poundcake, mein neuer Lieblingskuchen, wenn es um Fondanttorten geht. Der Poundcake erreicht eine Höhe von 8-9 cm und ist saftig und fest zugleich. Zutaten für einen Vanille-Poundcake (15 cm Durchmesser, ca. 8 cm hoch) 175 g Butter, zimmerwarm 175 g Zucker, davon 25 g selbstgemachter Vanillezucker 4 kleine Eier 175 g Mehl ¼ TL Salz 2 geh. TL Backpulver 2 EL Vanilleextrakt Zubereitung Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer hohen Backform (10 cm) mit Backpapier auslegen. Die Seiten nicht fetten. Zuerst die zimmerwarme Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier einzeln hinzugeben und jedes Ei kurz, aber kräftig unterrühren. Weiterrühren, bis eine schaumig helle Masse entstanden ist und sich das Volumen vergrößert hat. Mehl und Salz mischen, Backpulver hineinsieben und zusammen mit dem Vanilleextrakt kurz unter das Zucker-Fett-Gemisch rühren. Den Teig in die Backform geben und glatt streichen. Backzeit 45 bis 55 Minuten, mit Isoliermethode zum gleichmäßigen Backen ca. 75 – 80 Minuten. Eine Stäbchenprobe machen und den Kuchen mit Alufolie abdecken, sollte er zu dunkel werden. Zutaten für die Erdbeer-Rhabarber-Füllung für das Kompott: 100 g Rhabarber 100 g Erdbeeren 2-3 EL Gelierzucker 2:1 1 EL Zitronensaft für die Creme: 50 g Rhabarber 100 g Erdbeeren 350 g Frischkäse 2 geh. TL Zitronenabrieb 2 P. Gelatinefix oder 30 g Sofortgelatine 150 g Sahne 2 P. Sahnefest 50 g Puderzucker Erdbeer-Rhabarber-Kompott Zubereitung Zunächst das Kompott herstellen. Rhabarber und Erdbeeren in Stücke schneiden und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft in einen kleinen Topf geben und ca. 10 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Beiseite stellen und abkühlen lassen und kalt stellen. 50 g Rhabarber kleinschneiden, in ein wenig Wasser 7-10 Minuten köcheln lassen, bis er weich ist, dann in ein Sieb abgießen. Abkühlen lassen und mit den klein geschnittenen Erdbeeren mischen. Frischkäse mit Zitronenabrieb und Gelatinefix 1 Minute verrühren. Die Sahne mit Sahnefest und dem Puderzucker steif schlagen und zusammen mit dem kalten Kompott, dem abgekochten Rhabarber und den Erdbeeren unterheben. Ca. 20 Minuten kalt stellen, bis die Masse zu gelieren beginnt. In der Zwischenzeit die Böden vorbereiten. Hierfür den Kuchen 3 mal waagerecht teilen. Den unteren Boden nach Geschmack tränken (z.B. mit einer Mischung aus Wasser und Vanillesirup) und 1/3 der Creme auf den Boden geben. Mit dem 2. Boden bedecken und wie mit Boden 1 verfahren, mit dem 3. Boden ebenso. Der 4. Boden bildet den Deckel. Die Torte über Nacht kalt stellen, am nächsten Tag mit Ganache einstreichen und mit Fondant eindecken. Süße Grüße an Euch! Maxi
Frühstücksmuffins

Zu einem perfekten Start in den Tag gehört ein perfektes Frühstück. Ein Milchkaffee zum Wachwerden, etwas Rührei mit Bacon auf einem leckeren Brot. In meiner Kindheit habe ich neben selbstgemachtem Brot vor allem eins geliebt: ein leckeres Müsli mit etwas Quark und zerdrückter Banane. Meine Kindheitserinnerung gibt es heute in Muffinform: Zutaten für 12 Muffins 1 Ei 165 g Quark 65 g Zucker 1 TL selbstgemachter Vanillezucker 65 g Butter, zimmerwarm 115 g Mehl 85 g zarte Haferflocken ¼ TL Natron ½ – ¾ TL Zimt 1 Msp. Muskat 1,5 TL Backpulver 40 g gehackte Walnüsse 2 Bananen Zubereitung Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ei, Quark, Zucker, Vanillezucker und Butter kräftig verrühren. Mehl, Haferflocken, Natron, Zimt und Muskat mischen, Backpulver hineinsieben und die gehackten Walnüsse hinzugeben. Die trockenen Zutaten kurz unter die feuchten Zutaten rühren, die Bananen zerdrücken und ebenfalls unterrühren. Nun den Teig auf 12 Muffinförmchen aufteilen. Für große Muffins die Zutaten um ca. 10 % erhöhen. Backzeit Die Backzeit beträgt ca. 25-27 Minuten. Stäbchenprobe machen. Die Muffins können eingefroren und einzeln entnommen werden. Nach dem Auftauen für ca. 20 Sekunden in die Mikrowelle geben. Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und ganz besonders einen tollen Muttertag. Liebste Grüße! Maxi
Saftiger Mohn-Marzipan-Gugelhupf

Manchmal kann Gutes so einfach sein. Ich bin ein großer Liebhaber von Gugelhupfen mit ihren unzähligen Variationsmöglichkeiten. Dabei muss ein Gugelhupf kein trockener Rührkuchen sein. Dank der vielen ausgefallenen Formen lässt er sich toll in Szene setzen und kann zum Blickfang auf jedem Kuchenbuffet werden. Vom ersten Stück an hat mich dieser saftige Marzipan-Mohn-Gugelhupf begeistert. Der intensive Marzipangeschmack wird hierbei durch die Zugabe von Bittermandelaroma erzeugt. Er schmeckt nicht nur lecker, sondern kann sich, gebacken in einer tollen Form, doch wirklich sehen lassen. Zutaten für einen Gugelhupf (mindestens eine 2,6 Liter Form) 200 g Zucker, davon 15 g selbstgemachter Vanillezucker 3 Eier 200 ml neutrales Öl ½ – 1 Fläschchen Bittermandelaroma 200 g Mohnback 200 g Mehl 50 g gemahlene Mandeln 3 TL Backpulver 100 ml Sahne, alternativ Milch 100 ml Mineralwasser Zubereitung Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform fetten und mit einem Gemisch aus gemahlenen Mandeln und Paniermehl / Semmelbröseln sorgfältig ausstreuen, damit der Kuchen nicht an der Form haften bleibt. Mehl und gemahlene Mandeln mischen, das Backpulver hinzusieben und beiseite stellen. Zucker, Vanillezucker und die Eier zu einer hellen cremigen Masse aufschlagen. Öl, Bittermandelaroma und Mohnback hinzufügen und kurz, aber kräftig, rühren. Das Mehlgemisch und die Sahne einrühren. Zuletzt das Mineralwasser mit einem Kochlöffel unterrühren und den flüssigen Teig in die Gugelhupfform gießen. Backzeit Die Backzeit beträgt ca. 60 – 65 Minuten. Zum Testen, ob der Kuchen gar ist, eine Stäbchenprobe machen. Den Kuchen in der Form ca. 45 Minuten auskühlen lassen, dann stürzen. Macht es gut Ihr Lieben. Viele Grüße! Maxi
österlicher Naked Cake mit Eierlikörsahne

Ich wünsche Euch frohe Ostern Ihr Lieben. Habt Ihr schon fleißig Eier gesucht? Bei dem bescheidenen Wetter musste der Osterhase die Eier leider heute drinnen verstecken. Die gute Stimmung lassen wir uns davon nicht trüben und leiten den Tag mit einem großen leckeren Osterfrühstück ein. Am Nachmittag schneiden wir das Ostertörtchen an. Auf Wunsch der lieben Familie gibt es einen Naked Cake, welcher aus einem Schokoladen-Poundcake besteht mit einer feinen Orangennote, gefüllt mit Eierlikörsahne. Zutaten Ganache 80 g Sahne 120 g Vollmilchschokolade Zubereitung Die Ganache zum Füllen nach dieser Anleitung am Vortag zubereiten. Zutaten für einen Schokoladen-Poundcake (15er Form, ca. 7 cm hoch) 155 g Butter, zimmerwarm 155 g Zucker 3 Eier 35 g flüssige Zartbitterschokolade 125 g Mehl 30 g Backkakao ¼ TL Salz 1 EL abgeriebene Orangenschale 2 TL Backpulver 1 Schuss Milch (ca. 30 ml) Zubereitung Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Backform mit Backpapier auslegen. Die Seiten nicht fetten. Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen. Währenddessen die zimmerwarme Butter schaumig rühren, den Zucker und die Schokolade unterrühren. Die Eier einzeln hinzugeben und kurz, aber kräftig, unterrühren. Mehl, Backkakao, Salz und abgeriebene Orangenschale mischen, das Backpulver hinzusieben und zusammen mit etwas Milch in das Zucker-Fett-Gemisch geben. Jetzt nur noch kurz rühren und den Teig in die Backform geben und glatt streichen. Backzeit 45 bis 55 Minuten, mit Isoliermethode zum gleichmäßigen Backen ca. 75 – 80 Minuten. Eine Stäbchenprobe machen und den Kuchen mit Alufolie abdecken, falls er zu braun wird. Den Kuchen abkühlen lassen, anschließend 3 mal teilen und mit Organgensaft tränken. Die am Vortag zubereitete Ganache mit einem elektrischen Rührgerät aufschlagen, bis sie hellbraun und luftig ist, und auf 3 der 4 Böden verteilen. Zutaten für die Eierlikörsahne 250 ml Eierlikör 500 g Sahne 3 P. Gelatinefix (Sofortgelatine) 60 g Puderzucker 2 TL abgeriebene Orangenschale Zubereitung Den Eierlikör mit 1 Päckchen Gelatinefix ca. 1 Minute verrühren. Einen kurzen Moment warten, bis dieser zu gelieren beginnt. Nun Sahne mit 2 Päckchen Gelatinefix steif schlagen (am besten in 2 Portionen), den Puderzucker hinzusieben und zusammen mit dem Eierlikör und der abgeriebenen Orangenschale vorsichtig unterrühren und kühl stellen. Sobald die Eierlikörsahne fester und spritzfähig wird (das kann bis zu 20 Minuten dauern), in einen Spritzbeutel füllen. 1/4 der Sahne auf einen mit Ganache eingestrichenen Boden geben. Den 2. Boden vorsichtig auf die Sahne legen und wie mit dem ersten Boden verfahren, mit dem 3. Boden ebenso. Der 4 Boden, ohne Ganache, bildet den Deckel. Dieser wird, mit der getränkten Seite nach unten, auf die Sahne gelegt und mit dem letzten Viertel der Sahne verziert. Ich wünsche Euch einen entspannten Ostersonntag und sende Euch liebste Ostergrüße! Maxi
Struwen

Osterendspurt… Heute bleibt der Backofen kalt. Dafür habe ich etwas Traditionelles aus dem Münsterland für Euch: Struwen. Der Fastengedanke sieht ein günstiges und einfaches Essen für Karfreitag vor. Struwen sind eine Fastenspeise und bestehen aus Hefeteig mit Rosinen, welcher als kleine Pfannkuchen in Öl ausgebacken wird. Insbesondere die älteren Generationen können sich einen Karfreitag ohne Struwen nicht vorstellen. Für alle, die keine Oma aus dem Münsterland haben, hier das Rezept für Euch: Zutaten für ca. 25 Struwen 375 ml Milch 60 g Zucker 1 Würfel Hefe 500 g Mehl ½ TL Salz 4 Eier 150 – 200 g Rosinen Zubereitung Die Milch lauwarm erwärmen. Den Zucker hinzugeben, die Hefe hinein bröckeln und mit einer Gabel so lange verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mit etwas Mehl bestreuen und an einem warmen Ort ca. 10 Minuten ruhen lassen. Das Hefegemisch sollte nun etwas geschäumt haben. Mehl mit Salz mischen, Eier und das Hefegemisch hinzugeben und mit den Knethaken gut durchkneten, bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist, zuletzt die Rosinen unterrühren. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Das Volumen soll sich mindestens verdoppelt haben. Reichlich Öl in eine Pfanne geben, der Boden sollte gut bedeckt sein, und erhitzen. Den Hefeteig mit einem Löffel durchrühren und 1 EL in das heiße Öl geben. Die Struwen sollten handflächengroß sein. Sobald die untere Seite goldbraun ist, die Struwen wenden. Zum Ausbacken aller weiteren Struwen habe ich die Hitze reduziert (Stufen 6-8 von 14). Die fertigen Struwen auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen und entweder warm oder kalt servieren, bestreut mit Zucker und Zimt oder mit Apfelmus. Zum Backen mit Hefe habe ich hier noch ein paar Informationen für Euch. Habt einen entspannten Karfreitag und viel Spaß beim Osterbacken in den nächsten Tagen. Süße Grüße! Maxi
Quark-Öl-Hasen

In einer Woche ist Ostern und uns stehen entspannte Tage bevor. Vielleicht schenkt uns das Wetter ein paar warme Stunden für ein Osterfrühstück auf der Terrasse? Doch jetzt ist es erst einmal höchste Zeit, die vielen süßen Leckereien zu planen. Traditionell gibt es bei den meisten von Euch einen Hefezopf zu Ostern. Wie wäre es in diesem Jahr mit leckerem Ostergebäck aus Quark-Öl-Teig? Gebacken in österlichen Silikonformen oder schnell und einfach ausgestochen. Zutaten 250 g Quark 75 ml Milch 115 ml Öl 110 g Zucker 1 EL (15 g) selbstgemachter Vanillezucker 1 Ei 25 g (ca. 1,5 P.) Backpulver 500 g Mehl 1 Prise Salz außerdem: Vanillezucker Zucker Zubereitung Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Quark, Milch, Öl, Zucker, Vanillezucker (alternativ 15 g Zucker und 1 P. Vanillezucker) und das Ei verrühren. Backpulver ins Mehl sieben, Salz hinzugeben und, zusammen mit den anderen Zutaten, zu einem glatten Teig verkneten. Silikonformen fetten und den Teig ca. 1,5 – 2 cm hoch in die Form drücken. Backzeit Ca. 15 Minuten, bis das Gebäck goldbraun ist. Vanillezucker mit dem Zucker mischen und das noch warme Gebäck darin wälzen. Alternativ kann der Teig auch ca. 1 cm dick ausgerollt und daraus Hasen mit großen Ausstechformen ausgestochen werden. Die Backzeit verringert sich etwas, auf ca. 10 Minuten. Ebenfalls nach dem Backen in Zucker wälzen. Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und eine entspannte Woche. Liebste Grüße an Euch! Maxi
Himbeercupcakes mit Cream Cheese Frosting

Endlich ist der Frühling eingekehrt. Das Leben verlagert sich langsam wieder nach draußen. Spaziergänge, Fahrradtouren und ein paar Stunden in der warmen Frühlingssonne. Die kalte graue Jahreszeit ist vorbei. Die Wohnung habe ich bereits in den letzten Wochen mit schöner pastellfarbener Frühlingsdeko und einem großen Osterstrauch geschmückt. Passend zum Frühling gibt es leckere fruchtige Himbeercupcakes mit weißer Schokolade, aromatisiert mit etwas Tonkabohne. Als Topping haben die Cupcakes ein Himbeer Cream Cheese Frosting. Zutaten für 12 Cakes 125 g Butter, zimmerwarm 100 g Zucker 1 EL (15 g) selbstgemachter Vanillezucker 2 Eier ½ geriebene Tonkabohne 250 g Mehl 1 P. Backpulver 100 ml Milch 150 g frische Himbeeren 100 g weiße Schokolade mit Crunch Zubereitung Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Butter, Zucker, 1 EL Vanillezucker (alternativ 15 g Zucker und 1 P. Vanillezucker), die geriebene Tonkabohne und die Eier schaumig rühren. Das Backpulver ins Mehl sieben und im Wechsel mit der Milch hinzugeben. Zuletzt die weiße Schokolade grob hacken und zusammen mit den mit einer Gabel grob zerdrückten Himbeeren unterheben. Den Teig auf 12 Muffinförmchen aufteilen. Backzeit Ca.25 Minuten. Eine Stäbchenprobe machen. Zutaten für das Himbeer Cream Cheese Frosting 200 g Butter, zimmerwarm 150 g Puderzucker 150 g Frischkäse 3 EL Himbeerpüree außerdem: 110 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt) 12 Himbeeren zum Garnieren Zubereitung Zuerst 110 g tiefgekühlte Himbeeren (bzw. 110 g frische Himbeeren mit 1-2 EL Wasser) in einen Topf geben und einige Minuten köcheln lassen bis diese zerkocht sind. Das Himbeerpüree durch ein Sieb streichen und abkühlen lassen. Die zimmerwarme Butter zusammen mit dem gesiebten Puderzucker kräftig zu einer hellen Masse aufschlagen. Das Himbeerpüree hinzugeben und einige Minuten unterrühren. Zum Schluss den Frischkäse hinzugeben und nur noch so lange rühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Das Frosting in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und auf die Cakes aufspritzen. Mit einer Himbeere garnieren. Habt es gut Ihr Lieben. Süße Grüße! Maxi
Vanille – die Königin der Gewürze: Zucker, Extrakt und Pulver

Vanille – ein herrliches Gewürz, das in fast jedem Gebäck vorhanden ist. Aus den lecker duftenden Vanilleschoten lassen sich ohne großen Aufwand verschiedene Grundzutaten herstellen, die Euer Gebäck herrlich aromatisieren können. Meine Backwelt – ohne Vanille unvorstellbar. Vanille ist ein Gewürz, das aus den Früchten (Schoten) der Pflanzen der Orchideengattung Vanilla gewonnen wird. Die Schoten werden grün geerntet, blanchiert und getrocknet. Während der Trocknungsphase entwickeln sie das typische Vanillearoma. Vanillezucker Bis vor einigen Jahren habe ich zum Backen Vanillinzucker verwendet. Günstig war er und gab ein kräftiges Aroma. Der Vanillinzucker besteht, wie es der Name bereits vermuten lässt, aus feinem Zucker und Vanillin. Vanillin ist der Hauptaromastoff der Vanilleschote. Dieser lässt sich jedoch auch synthetisch herstellen und stellt für die Massenproduktion eine deutlich günstigere Alternative als die Nutzung echter Vanilleschoten und deren Aroma dar. Synthetisches Aroma? Das hört sich weder lecker noch gesund an. Seit vielen Jahren verwende ich für meine Rezepte in der Regel Vanillezucker, den ich selber herstelle. Zutaten Glas mit Schraubverschluss 300 g Zucker 2-3 ausgeschabte Vanilleschoten Zubereitung Die Vanilleschoten, je nach Größe, ein oder mehrere Male teilen. Das Glas zur Hälfte mit dem Zucker befüllen, die Vanilleschoten hinzugeben und mit dem restlichen Zucker befüllen. Verschließen und 2-3 Wochen ziehen lassen. Dabei regelmäßig schütteln. Die Schoten können danach im Zucker verbleiben. Ich gebe nach und nach wieder mal ausgeschabte Schoten hinzu und fülle etwas Zucker nach. Alternativ können die Vanilleschoten getrocknet, fein gemahlen und mit dem Zucker gemischt werden. Für feinen Zucker die getrockneten Schoten zusammen mit dem Zucker mahlen. Dosierung Ich ersetze ein Päckchen Vanille- / Vanillinzucker durch ca. 1 EL selbstgemachten Vanillezucker. Vanilleextrakt/-essenz mit Alkohol Vanilleextrakt oder auch Vanilleessenz ist oft in amerikanischen Rezepten zu finden, ähnlich wie bei uns der Vanillezucker. Es handelt sich hierbei um mit Vanille aromatisierten Alkohol. Zutaten Glas oder Glasflasche mit Schraubverschluss 200 ml Wodka (alternativ Rum oder Korn, mindestens 35 %) ca. 3 Vanilleschoten Zubereitung Vanilleschoten aufschlitzen, je nach Größe, 1-2 x teilen und in eine Flasche oder ein Glas mit Schraubverschluss geben. Mit Alkohol auffüllen, sodass die Schoten bedeckt sind, gut schütteln und an einem dunklen Ort ca. 2 Monate ziehen lassen. Gelegentlich schütteln. Der Alkohol wird mit der Zeit immer dunkler und intensiver im Geschmack. Vanilleextrakt/-essenz mit Glycerin Vanilleextrakt lässt sich auch ohne Vodka, Rum oder dergleichen herstellen. Hierzu verwendet man Glycerin in Lebensmittelqualität. Dieses kann zum Beispiel über das Internet bezogen werden. Zutaten Glas oder Glasflasche mit Schraubverschluss 300 ml Glycerin (Lebensmittelqualität) ca. 5 Vanilleschoten Zubereitung Vanilleschoten aufschlitzen, je nach Größe, 1-2 x teilen und in eine Flasche oder ein Glas mit Schraubverschluss geben. Mit dem Glycerin auffüllen, sodass die Schoten bedeckt sind, gut schütteln und an einem dunklen Ort ziehen lassen. Nach 2 Wochen schmeckt das Glycerin schon deutlich nach Vanille. Gelegentlich schütteln. Das Glycerin wird dunkler in seiner Farbe und nimmt den Vanillegeschmack an. Haltbar ist es praktisch unbegrenzt. Vanillepulver Vanillepulver besteht aus getrockneten, fein gemahlenen Vanilleschoten und ist, anders als der Vanillezucker, ungesüßt. Es lassen sich damit allerlei Gebäck und andere Speisen, wie Eis, Pudding oder auch Honig aromatisieren. Zutaten getrocknete, auch ausgeschabte, Vanilleschoten, Menge nach Bedarf kleines Gläschen mit Schraubverschluss Zubereitung Zunächst die Vanilleschoten trocknen. Dies geht insbesondere im Winter wunderbar auf der Heizung. Ich nehme für Vanillepulver auch gerne die getrockneten Schoten aus dem Vanillezucker, wenn ich sie austausche. Wenn die Schoten hart und trocken sind, werden sie mit Hilfe einer elektrischen Kaffeemühle oder eines Universalzerkleinerers zu Pulver gemahlen. Das Vanillepulver durch ein feines Sieb sieben und in ein kleines Gläschen mit Schraubverschluss füllen. Dunkel und trocken lagern. Süße Grüße! Maxi
Berliner mit Puddingfüllung

Die Karnevalszeit ist bereits in vollem Gange, eigentlich schon wieder fast vorbei. Der Höhepunkt erfolgt mit dem morgigen Rosenmontag. Natürlich darf da etwas Leckeres, am besten süß und fettig, nicht fehlen. Was ist da passender als Berliner?Berliner, Krapfen, Berliner Pfannkuchen, Berliner Ballen oder nur Pfannkuchen… Wie heißen sie bei Euch? Bei uns ist das leckere Hefegebäck als „Berliner“ bekannt und traditionell zu Silvester und Karneval in vielen verschiedenen Variationen in den Bäckereien zu finden. Marmelade, Pudding, Baileyscreme, Eierlikör, mit Zucker oder Puderzucker bestreut, mit Schokolade überzogen… alles ist erlaubt. Und da selbstgebacken immer noch am besten schmeckt, hier das Rezept für Euch: Zutaten für 11 Stück 145 ml Milch 60 g Zucker 1 Würfel Hefe 500 g Mehl ¾ TL Salz 80 g Butter 1 Ei 3 Eigelb außerdem: ca. 2 Flaschen geschmacksneutrales Öl Zucker zum Wälzen Zubereitung Zucker zur lauwarmen Milch hinzugeben, Hefe hineinbröseln und mit einer Gabel verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. An einem warmen Ort (z.B. im Backofen bei 30°C) ca. 10 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit Mehl mit dem Salz vermischen, die Butter schmelzen, etwas abkühlen lassen und zu dem Mehl geben, das Ei sowie die Eigelbe hinzufügen. Das Hefegemisch, welches nun etwas schäumen sollte, zum Mehl gießen und mit dem Knethaken verkneten. Der fertige Teig ist relativ fest. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Zum Backen mit Hefe habe ich hier noch ein paar Infos für Euch. Zutaten für die Puddingfüllung 300 ml Milch 150 ml Sahne 50 g Zucker 1 P. Puddingpulver Vanille Mit den oben angegebenen Zutaten einen Pudding zubereiten. Den fertigen Pudding in eine Schale füllen, Frischhaltefolie auf den Pudding legen, damit dieser keine Haut bildet, und abkühlen lassen. Den abgekühlten Pudding mit einem Mixer glatt rühren und in einen Spritzbeutel mit Fülltülle (5 – 7 mm) geben. Hierbei hat sich ein Spritzbeutel aus Stoff bewährt, alternativ 2 Kunststoffspritzbeutel ineinander geben. Der Hefeteig sollte sein Volumen nun verdoppelt haben. Den Teig noch einmal kneten, in 11 gleichgroße Stücke von etwa 80 g teilen und Kugeln formen. Die Teigkugeln in ausreichendem Abstand auf eine mit Mehl bestäubte Unterlagen setzen, etwas platt drücken und mit einem Küchentuch bedeckt erneut ca. 40 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich deutlich vergrößert haben. Die Teigrohlinge anschießend für 10 Minuten in den Kühlschrank geben. Das Öl in einen Topf (ca. 24 cm Durchmesser) füllen und auf ca. 175°C erhitzen. Die Temperatur mit einem Kochthermometer überprüfen. Die Berliner zu zweit in den Topf geben, 4 Minuten in dem Öl ausbacken, umdrehen und weitere 4 Minuten backen. Ich überprüfe während des Backens regelmäßig die Temperatur des Öls. Diese sollte zwischen 165°C und 170°C liegen. Mit einer Schaumkelle die fertigen Berliner aus dem Topf nehmen, auf Küchenpapier setzen, dann die noch heißen Berliner in Zucker wenden und mit Pudding befüllen. Ein befüllter Berliner wiegt ca. 120 – 125 g. Da die Berliner am nächsten Tag etwas fester sind, für 10 – 20 Sekunden in die Mikrowelle geben. Die fertigen Berliner können nach dem Backen eingefroren werden und schmecken nach dem Auftauen wie frisch gebacken. Ich wünsche Euch eine tolle Karnevalszeit und ein schönes Wochenende. Süße Grüße und Helau Ihr Lieben! Maxi
Happy Valentine´s Day mit einer erfrischenden Kokostorte

Morgen ist Valentinstag – der Tag der Verliebten. Seit Tagen sind viele Schaufenster mit Herzen und Rosen dekoriert. Vergessen somit unmöglich. Eigentlich sollte jeder Tag ein Valentinstag sein, aber welcher Frau hüpft nicht das Herz, wenn er plötzlich mit einer Rose vor ihr steht? Wo wir gerade dabei sind: ein Geschenk muss her, am besten natürlich etwas Selbstgemachtes, das von Herzen kommt. Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht und, ich möchte behaupten, ein leckerer Kuchen jeden Mann glücklich macht, gibt es etwas Gebackenes: einen Kokoskuchen, gefüllt mit einer frischen Kokos-Quark-Creme. Mit einer ganz großen Prise Liebe gebacken und passend zum Valentinstag dekoriert. Zutaten für einen Kokoswunderkuchen (18 cm Durchmesser) 3 Eier ½ EL selbstgemachter Vanillezucker 135 g Puderzucker 145 ml Kokosmilch 60 ml Öl 150 g Mehl 20 g gemahlene Mandeln 25 g Kokosraspeln 1 Prise Salz 2 geh. TL Backpulver Zubereitung Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Backform mit Backpapier auslegen. Die Seiten nicht fetten. Eier mit Zucker und Vanillezucker aufschlagen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Mehl, Mandeln, Kokosflocken und Salz mischen und das Backpulver hinzusieben. Erst die Kokosmilch, dann das Öl zur aufgeschlagenen Masse hinzugeben, nur kurz und langsam rühren. Dann die Mehlmischung hinzugeben und, am besten mit einem Kochlöffel, kurz unterheben, bis alles vermischt ist. Backzeit 50 bis 60 Minuten, mit Isoliermethode zum gleichmäßigen Backen ca. 73 – 75 Minuten. Stäbchenprobe machen. Zutaten für die Kokos-Quark-Creme 250 g Quark 150 ml Kokosmilch 150 g Raffaello (15 Stk.) 15 g Kokosraspeln 75 g weiße Schokolade ½ P. Gelatinefix, alternativ 1-2 Blatt Gelatine 200g Sahne 1 P. Sahnefest 5 Raffaellos außerdem: 125 g gefrorene Himbeeren 1 EL Wasser 63 g Gelierzucker 2:1 zum Tränken: 1 EL Kokossirup 3 EL Wasser Zubereitung Himbeeren, Wasser und Gelierzucker in einem Topf erhitzen und 5-10 Minuten köcheln lassen, danach durch ein Sieb streichen. Die Konfitüre wird zum Einstreichen der Böden benötigt. Die weiße Schokolade hacken, schmelzen und etwas abkühlen lassen. Den Quark mit der Kokosmilch glatt rühren, Raffaellos passieren und zusammen mit den Kokosflocken und der Schokolade unterrühren. Bei Bedarf Gelatinefix (bzw. die Gelatine nach Packungsanleitung) hinzugeben. Sahne mit Sahnefest steif schlagen und unterheben. Zum Schluss 5 Raffaellos mit einer Gabel grob zerkleinern, die Mandeln darin bei Bedarf einmal teilen und ebenfalls unterheben, damit die Creme ein wenig mehr Biss bekommt. Den Kuchen 3 x teilen. Um den unteren Boden einen Tortenring stellen. Zum Tränken Wasser und Kokossirup mischen. Die Böden 2, 3 und 4 erst tränken, dann mit der Himbeerkonfitüre bestreichen. Auf den 1. Boden 1/3 der Creme geben. Den 2. Boden mit der mit Konfitüre bestrichenen Seite auf die Creme legen. Mit der restlichen Creme und den Böden ebenso verfahren. Die Torte über Nacht kühl stellen und am nächsten Tag dekorieren. Ich wünsche Euch einen tollen Valentinstag und einen schönen Tag mit Eurem Lieblingsmenschen. Herzliche Grüße! Maxi
